EINLADUNG

 

Denn man ist glücklich, wenn man mit sich selbst, seinem Herzen und seinem Gewissen zufrieden ist.
August Strindberg


Liebe Landsleute,
liebe Freunde Kriegsdorfs,

zu unserem diesjährigen Heimattreffen laden wir Euch alle herzlich ein.

Das Treffen findet statt, am Samstag, den 07.09.2019, in der Oberwaldhalle in Rastatt-Rauental.

Bitte informiert auch Eure Freunde und Bekannte und ladet sie im Namen der HOG zum diesem Treffen ein. Es ist möglich, dass uns nicht alle aktuellen Adressen vorliegen.

Lasst uns bereits jetzt schon auf ein Wiedersehen freuen und wünschen Euch bis dahin eine schöne Zeit unter Gottes Segen.

Eure HOG Kriegsdorf

 

Programm

12:00 Uhr    Saal-Eröffnung

14:00 Uhr     Begrüßung
Vorstandsvorsitzende der HOG

14:30 Uhr    Kaffee und Kuchen
Kuchenspenden werden gerne entgegengenommen

20:00 Uhr    Unterhaltungs- und Tanzmusik

 

Eintrittspreise

8,00 EUR     Erwachsene


Verpflegung

Speisen und Getränke ganztägig in der Halle


Parkmöglichkeiten

Ausreichende Parkplätze in der Nähe der  Halle


Übernachtungsmöglichkeit

Bei Bedarf kontaktiert bitte das Organisations-Team

 

ANMELDUNG

Anmeldungen, gerne auch telefonisch, beim Organisations-Team.

Das Organisations-Team:

Andreas Herold, Rastatt
Tel: 07222 - 35811

Andreas Löscher, Rastatt
Tel: 07222 - 30704

Johann Löscher, Hügelsheim
Tel: 07729 – 307264

Georg Pretli, Rastatt
Tel: 07222 - 28994

Anna Sinn, Rastatt
Tel: 07222 - 17015



Georg Pretli, Vorstandsvorsitzender
Liegnitzer Str. 11, 76437 Rastatt

Anna Sinn, Vorstandsvorsitzende
Friedrichstr. 51, 76437 Rastatt

 

Das einzig Wichtige im Leben

sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen,

wenn wir ungefragt weggehen

und Abschied nehmen müssen.

(Albert Schweitzer)

 

Herzlichen Dank allen,

welche ihm im Leben ihre Zuneigung und Freundschaft schenkten,

ihm Achtung und Wertschätzung entgegenbrachten,

ihm auch am Ende seines Lebensweges zur Seite standen,

ihm im Tode auf vielfältiger Weise die Ehre erwiesen und uns

ihre Anteilnahme und Verbundenheit erfahren ließen.

 

 

                                                                                                                      Susanne Rether

                                                                                                                      Richard Wagner Ring 29

                                                                                                                      76437 Rastatt

 

                                                                                                                      und Söhne mit Familien

 

Rastatt, im April 2019

Bilder zu dem folgenden Beitrag: https://youtu.be/0pwDd5Ea4cU

 

Gedanken zur Denkmaleinweihung

Vor einiger Zeit haben wir erlebt, was möglich ist, wenn man an das glaubt, was man tut.
Damals sagte ich: „Die Glocken läuten wieder“. Nun, sie tun es immer noch mit dem
unverwechselbaren Klang. Dies wurde möglich durch unsere Landsleute
Botos Gyuri und Christian Krumbacher, durch deren unermüdlichen Einsatz die Kirche
samt Kirchturm renoviert wurde.

Dass diese Aussage weiterhin Gültigkeit hat, hat unser Landsmann, und mein guter Freund Georg Erdei eindrucksvoll bewiesen.
Ich danke ihm ausdrücklich für seinen unermüdlichen Einsatz, den er für das Andenken an die „Titsche“ aus Kriegsdorf zeigt. Ich nehme mir die Freiheit dies auch im Namen der Kriegsdorfer Deutschen zu tun.

Die HOG Kriegsdorf hat ihn mit der Aufgabe betraut, ein Denkmal für die Kriegsdorfer Deutschen errichten zu lassen. Mit einen schmalen Budget hat er sich also an die Arbeit gemacht.

Ein Denkmal ist im engeren Sinn ein zur Erinnerung an bestimmte Personen oder Ereignisse errichtetes Werk der Bau- oder Bildhauerkunst. Ein Denkmal soll ermahnen, auf etwas hinweisen, an etwas oder jemanden erinnern.

Das Denkmal, das in Kriegsdorf errichtet wurde, ist zur Erinnerung an unsere Vorfahren aufgestellt worden. Dies macht schon deshalb Sinn, weil immer weniger Kriegsdorfer die Erinnerung an unser Kriegsdorf lebendig halten können.
Das Denkmal ist so gestaltet, dass es einen großen Raum für Interpretation lässt, das heißt, es weist auf sehr viel hin.
In der Mitte ist eine Säule mit dem Wappen der Kriegsdorfer und einer Inschrift.
Das Wappen zeigt die Kriegsdorfer Kirche und die vier Dinge, die das Leben der Kriegsdorfer beherrscht haben.
„EIN` FESTE BURG IST UNSER GOTT“ kann als Lebensmotto der Kriegsdorfer bezeichnet werden.
Die Spitze der zentralen Säule bildet ein Globus, eine Erdkugel, was daran erinnert, dass die Kriegsdorfer Deutschen nach dem Exodus in alle Welt zerstreut wurden.
Auf den zwei Flügeln ist jeweils eine Familie zu sehen.
Die Unterschiedlichkeit der Familien wird durch die unterschiedlichen Farben eindrucksvoll dargestellt. Die Familien unserer Vorfahren waren genauso unterschiedlich.
Die dargestellten Familien scheinen arm zu sein, sie reisen ohne Gepäck. Was sie bei sich tragen, befindet sich in einem Bündel auf dem Rücken.
Sie sind abgemagert, einfach gekleidet und kommen mit geneigtem Haupt, wie Menschen, die lange unterwegs waren, die da, wo sie herkommen, nicht erwünscht waren.
Auf der Rückseite wird der Exodus, der Auszug der Kriegsdorfer Deutschen aus Kriegsdorf dargestellt.
Auch diese Menschen sind abgemagert, einfach gekleidet und gehen mit geneigtem Haupt, wie Menschen, die nicht erwünscht sind, wie Menschen, die vertrieben wurden.

Man kann sagen, dass das Denkmal die Geschichte der Kriegsdorfer eindrucksvoll erzählt.
Das Denkmal ist aus schwarzem Granit gefertigt, was eine gewisse Traurigkeit ausdrückt.
Auf jeden Fall wird das Denkmal diese Geschichte eine sehr, sehr lange Zeit erzählen.

Da, wo unser Kriegsdorf war, ist jetzt HODOD, eine rumänische Ortschaft, obwohl es einen ungarischen Bürgermeister hat, der uns deutschen (ehemaligen) Kriegsdorfern positiv gegenübersteht und die HOG nach Möglichkeit unterstützt.

Das Denkmal wurde also aufgestellt und im Rahmen der Hadader Tage, welches jährlich am ersten Wochenende im August stattfindet, eingeweiht. Der Festakt und die Enthüllung des Denkmals fanden am Samstag, 04.08.2018 in der evangelischen Kirche, auf deren Hof das Denkmal steht, feierlich statt.
Während des ökumenischen Gottesdienstes sind alle zu Wort gekommen, alle die es wollten.
Die emotionalste Einlage aber haben die Gäste aus Südkorea gebracht. Sie haben das wohl bekannteste koreanische Volkslied „Arirang“ mit dem auch sehr bekannten Lied „Amazing Grace“ von John Newton kombiniert.
Das Lied „Arirang“ beschreibt das Trennende, aber auch das Verbindende. Nur wenn man über den Hügel (Arirang-Pass) geht, Schwierigkeiten überwindet, hat man die Möglichkeit, etwas Neues, etwas Besseres zu finden. Das haben unsere Vorfahren getan. Das auch sehr bekannte Lied „Amazing Grace“, das die Gnade unseres Herrn beschreibt, zeigt was möglich ist, wenn Gottes Gnade auf unserem Tun ruht. Auch dies haben unsere Vorfahren, genau wie wir, erfahren dürfen.
Auch wenn nur einige von uns die Worte der Lieder verstanden haben, so hatten doch sehr viele der Zuhörer Tränen in den Augen. Es waren Tränen der Rührung, des Dankes und der Anerkennung.
Mir war, als hätten unsere Ahnen, durch die Akustik, die sie durch die Bauweise der Kirche geschaffen haben, mitgesungen. Unsere Gäste aus Südkorea haben die Lieder lediglich vorgetragen. Erst ihr Können hat das Singen zu einem Erlebnis werden lassen.
Mit der Akustik ist es so wie mit einem guten Instrument. Nur wenn man es gut spielt, klingt es auch schön. Oder wenn jemand einen schönen Füllfederhalter hat, heißt es nicht, dass er schön schreibt, er muss schön schreiben können.
Ich wage zu behaupten, dass ein solch schöner Gesang, eine solche Musik, unsere Kirche in ihren 120 Jahren nicht gehört hat.
Kurz gesagt, es war eine emotional sehr geladene Feier, die wir, wie ich glaube, sehr genossen haben und lange nicht vergessen werden. Auch unseren koreanischen Gästen spreche ich, auch im Namen der HOG, einen herzlichen Dank aus.
Die Kriegsdorfer waren und sind für eine Überraschung immer gut. Immer wieder zeigt es sich, was möglich ist, wenn man an das glaubt, was man tut.
Ich bin sehr gespannt, was noch alles möglich ist.


Franz Hotz, Baesweiler im August 2018

 

Bilder von der Einweihung:

https://youtu.be/0pwDd5Ea4cU

Am Mittwoch, den 17.04.2019, verstarb in Rastatt unser langjähriger Lehrer aus Kriegsdorf, Johann Rether ("Hans Lehrer"). Die Beisetzung erfolgt am Dienstag, den 23.04.2019, 14:00 Uhr, in Rastatt (Adresse: Stadtfriedhof Rastatt, Bahnhofsanlage 6, 76437 Rastatt).

 

Die Heimatortsgemeinschaft Kriegsdorf spricht allen Familienangehörigen ihre aufrichtige Anteilnahme aus.