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Ortsfamilienbuch der Gemeinde Kriegsdorf

Die Arbeiten für die Erstellung des Kriegsdorfer Ortsfamilienbuches, auf die wir unsere Leser in der Ausgabe des Jahresheftes 2015* hingewiesen haben, befinden sich in der Endphase. Sollten die Vorbereitungen planmäßig verlaufen, hoffen wir Anfang August 2016 die gesammelten Daten druckfertig zu machen.
Sollten unter Ihnen noch Personen sein, die einen familiären Bezug zu Kriegsdorf haben und der Meinung sind, dass Sie in die letzten Jahren weder von mir, noch von Erich Hotz diesbezüglich kontaktiert wurden, so haben Sie die Möglichkeit mit mir Kontakt aufzunehmen, um zu überprüfen, ob auch Ihre Daten in diesem Buch Berücksichtigung gefunden haben. Bis zum 30.06.2016 haben Sie Gelegenheit das zu überprüfen. Meine Kontaktdaten finden Sie auf dieser Internetseite unter Impressum oder in unserem Jahresheft 2015.

Georg Erdei
Vorstandsvorsitzender der HOG Kriegsdorf e.V.

 

* Siehe Berichte & Beiträge/Jahreshefte/Jahresheft 2015 (ab Seite 41).

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 27. August 2016 um 12:48 Uhr
 
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Bevor man den unten beigefügten Link anklickt, sollte man die Erläuterungen zu diesem Beitrag lesen, den unser ehemaliger Landsmann Erich Hotz kurz zusammengefasst hat:

Liebe Kriegsdorfer Landsleute!

Zuerst Danke an die HOG, dass es möglich war, den Artikel „Aufruf zur Sicherung der siebenbürgisch-sächsischen Einrichtungen: Helfen Sie mit, Schloss Horneck zu retten!“ der „Siebenbürgischen Zeitung“ vom August 2015, in der Homepage abzudrucken.
„Was geht uns Kriegsdorfer diese Siebenbürgische Einrichtung im Schloss Horneck überhaupt an?“ könnte gefragt werden.
Es ist ganz einfach: Die Kirchenbücher der evang. Pfarrgemeinde Hadad  (Taufbuch, Eheschließungen (Familienbuch) und Sterbebuch) und auch viele weitere Dokumente und Nachweise sind nach dem 2. Weltkrieg nach vielen Irrwegen schlussendlich in Gundelsheim gelandet. Sie sind seither im „siebenbürgisch-sächsischem Archiv“ sicher und gut gelagert und man kann jederzeit dort Einsicht nehmen.
Dieses Archiv in Gundelsheim ist, neben dem kirchlichen Archiv in Hermannstadt, für uns Hadader das wichtigste Archiv für die Dokumente unserer Ahnen!
Durch einen enormen Kraftakt von verschiedenen siebenbürgischen Institutionen und Einrichtungen, aber auch durch viele private Spenden, konnte die Einrichtung gekauft und damit auch die dortigen Einrichtungen für die Nachwelt gerettet werden, siehe nachstehenden Artikel.


Ob Sie, liebe Landsleute, ihren Beitrag (Spenden) dazu leisten oder nicht, ist ganz Ihnen überlassen. Wünschenswert wäre es, denn es geht um die Sicherung und die sachgerechter Aufbewahrung der Dokumente unserer Ahnen!

Ihr Erich Hotz (takacs)

http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/verband/15785-aufruf-zur-sicherung-der-siebenbuergisch.html

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. Dezember 2015 um 17:28 Uhr
 
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Todesanzeige Anna Hotz

Anna Hotz, geb. am 22.08.1925 in Kriegsdorf ist kurz vor Ihrem 90. Geburtstag, am 17.08.2015, in Leverkusen verstorben.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 01.09.2015, 11:00 Uhr, im Friedhof Birkenberg in Leverkusen-Opladen statt.

Die Heimatortsgemeinschaft Kriegsdorf spricht den trauernden Familien ihr aufrichtiges Beileid aus.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. September 2015 um 06:48 Uhr
 
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Liebe Landsleute, liebe Freunde Kriegsdorfs,

 

am Samstag, den 04.10.2014, findet in Oberwaldhalle in Rastatt-Rauental unser diesjähriges Heimattreffen statt.

 

Programm:

 

12:00 Uhr Saal-Eröffnung

 

14:30 Uhr Gottesdienst in der Kirchengemeinde St. Anna,

Hauptstr. 41, 76437 Rastatt.

 

15:30 Uhr Begrüßung

 

15:45 Uhr Kaffee und Kuchen

 

17:30 Uhr Vorstellung unseres Geschichtsbuches:

"Kriegsdorf - Das Ende einer deutschen Siedlung im Sathmarer Land"

 

20:00 Uhr Unterhaltungs- und Tanzmusik

 

 

Auf Ihr Kommen freut sich die Heimatortsgemeinschaft Kriegsdorf e.V.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 06. Oktober 2014 um 09:14 Uhr
 
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Am 03.08.14 fanden in Hadad, anlässlich der "Hadader Tage" , die Gedenkfeierlichkeiten zur 70 Jahre Flucht und Deportation der Deutschen aus Kriegsdorf statt. Hier nachfolgend eine kurze Zusammenfassung:

Bericht von den Hadader Tagen 2014,
01. August bis 05. August 2014

Ein Bericht von Erich Hotz sen. (Takacs)

Vorbemerkung:

Es sind jetzt nicht ganz 70 Jahre her, als die deutschen Bewohner von Hadad im Oktober 1944 von der deutschen Wehrmacht aufgefordert worden waren, vor der russischen Armee zu flüchten. Wie es offiziell hieß, sollte die deutsche Bevölkerung ins Hinterland, Ungarn, verlegt werden, und könnten wieder zurückkehren, sobald die Russen wieder nach Osten zurück geworfen seien.
Dieser Jahrestag war für die Gemeinde Hadad, vor allem für Bürgermeister Ferenc Balogh, Anlass, insbesondere die HOG in Person des Vorsitzenden Georg Erdei, ganz besonders zu den Hadader Tagen, erster Sonntag im August, einzuladen. Und dies war Anlass für den Aufruf der HOG, recht zahlreich an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Und jetzt, im Nachhinein, darf berichtet werden, dass es wirklich schade war, dass eigentlich wenige Kriegsdorfer dieser Einladung Folge geleistet haben.

Die Delegation aus Österreich (mit Beteiligung aus den USA):

Ursprünglich war geplant, dass eine Gruppe von etwa 50 Personen, also ein Reisebus, aus Deutschland und Österreich an dieser Reise teilnehmen hätten sollen. Dies kam nicht zustande, die Anmeldungen waren nicht zahlreich genug.
Aus Österreich war denn doch das Interesse weitaus größer, sodass es Frau Anna Jakob (geb. Majer Majdjasch) übernahm, einen Kleinbus mit neun Plätzen zu organisieren. Als Fahrer und Reiseführer konnte Georg Erdei, der HOG-Vorsitzender (und Cousin der Anna), gewonnen werden, die übrigen Teilnehmer waren: Paul Drabek, der Lebenspartner der Anna, Michael Sinn (Boka) mit seiner Frau Grete und ich. Meine Geschwister Franz Hotz (Takacs) mit seiner Frau Maria (geb. Majer Majdjasch, die Schwester der Anna), Katharina Palnik (geb. Hotz Takacs - meine Schwester) hatten ihren heurigen Besuch in Österreich so abgestimmt, dass sie an der Hadad-Reise teilnehmen konnten.
Es sind dann noch dazu gekommen: Annemarie Schonka (aus der Reinbold Kovacs - Sippe), deren Schwester Erika Pell und die Tochter der Erika, Kerstin, und es konnte der Schwager des Georg Erdei, Hans (Banater-Schwabe), gewonnen werden, der mit seinem Privat PKW die drei Mädel nach Hadad kutschierte.
Und aus Rastatt sind dann noch Johann Löscher und seine Gattin, sowie sein Bruder Andreas Löscher, dazugekommen.
Einige weitere ehemalige Kriegsdorfer aus Deutschland waren ebenfalls anwesend, sie haben aber nicht in der Pension Panorama in Cehu Silvaniei genächtigt.

Die Reise – erster Tag, Freitag, 01. August 2014:

Zeitig in der Frühe, um 6 Uhr, begann in Oedt die Fahrt und während die Temperaturen der Vortage in Österreich noch erträglich waren, bekamen wir in Ungarn erstmals die kontinentale Hitze zu spüren. Zum Mittagessen führte uns Georg zu einem Lokal an der Autobahn, außen, naja, innen erst Recht naja, aber das Essen – einfach Spitze. 
Abends kamen wir dann, verschwitzt und müde, in der Pensiune Panorama in Cehu Silvaniei (deutsch Bömischdorf – nur Deutsches war nicht zu erkennen) an, bezogen die Zimmer und kurz nach dem Abendessen kehrte Ruhe ein, so müde waren wir.

Zweiter Tag, Samstag, 02. August 2014:

Der Vormittag war für den Besuch des evangelischen Friedhofs reserviert – und vor allem mit der Suche nach den Gräbern von Angehörigen, oft und oft vergebens, weil ein System der Zuordnung nicht wirklich erkennbar ist.
Festzuhalten ist, dass der Friedhof von Gräsern und Unkraut gut gesäubert ist, man kann ohne Probleme die Grabstätten besuchen und durch die Reihen gehen. Danke an die HOG, die vorbildlich die Friedhofspflege betreibt.
Aber es wurde es heißer und heißer – und daher schwand sukzessive die Lust am Suchen, dennoch wurde mehr als eine Träne vergossen.
Zu Mittag kam dann (endlich) Herr Pfarrer Wagner nach Hadad und hielt mit uns und einigen Hadadern in der renovierten Kirche einen improvisierten Gottesdienst ab, der insbesondere jene Reiseteilnehmer, die seit der Flucht 1944 das erste Mal wieder in Kriegsdorf waren, außerordentlich beeindruckt hat.
Mittlerweise waren auch die drei Löscher aus Rastatt eingetroffen, sodass der Gottesdienst doch vor einer nicht mehr kleinen Gläubigengruppe stattfand.
Anschließend lud uns Herr Bürgermeister Balogh in den Festsaal des Rathauses zu einem Essen ein. Eine neuerliche Begehung unseres Ortes musste für die meisten entfallen, es war einfach zu heiß.

Dritter Tag, Sonntag, 03. August 2014 – der eigentliche Hadader Tag:

Gleich nach dem Frühstück in unserer Pension Panorama ging es zum Schloss Degenfeld in Hadad, dort, unter den großen Bäumen, fand ab 10 Uhr der Festakt für die „Hadader Tage“ statt. Wir, die Delegation aus Deutschland, USA und Österreich, wurden in der ersten Reihe platziert, auf der Bühne nahm das Festgremium, insgesamt etwa 11 Pfarrer, Politiker und „Sonstige“ (z.B. unser HOG-Chef Georg Erdei) Platz und dann wurde geredet, geredet und nochmals geredet. Insgesamt mussten wir 3 ½ Stunden über uns ergehen lassen, wobei (fast) alles in Ungarisch oder Rumänisch gesprochen wurde. Das war für mich (und meinesgleichen) besonders ermüdend, weil ich (und meinesgleichen) beide Sprachen nicht beherrschen. Grundsätzlich empfand ich die meisten Ansprachen (oder waren es Predigte?) gefühlsmäßig positiv, lediglich wenige empfand ich eher beängstigend, zum Beispiel jene des orthodoxen Predigers, der fast drohend seine Kurzsätze von sich gab.
Ein Höhepunkt waren einwandfrei die Worte des Teilnehmers an der Flucht 1944, Michael Sinn (boka), der, allerdings erst am Vorabend dazu aufgefordert, von dieser Flucht berichtete. In kurzen Sätzen berichtete er von den Vorgängen (wie zur Flucht aufgefordert / die Mitwirkung der deutschen Wehrmacht / wie viele Hadader geflohen sind / die Pferde-(und Ochsen)fuhrwerke / die Strecke / die Dauer / und welches Ziele, usw.) und die Sätze wurden von Pfarrer Wagner in die rumänische Sprache übersetzt. Michaels Ausführungen wurden sehr aufmerksam gehört und das Publikum war sehr berührt und beeindruckt. Ein großes Dankeschön an den Michael!
Erfreulich war der Besuch, die vorhandenen Plätze waren vollständig besetzt, einige Besucher mussten gar stehen. Ich schätze, es waren durchaus an die 400 Zuhörer anwesend.
Anschließend fand im Festsaal im Schloss Wesselenyi ein gemeinsames Essen (Krautwickler) statt, was uns sehr geschmeckt hat.
Die nächsten zwei Stunden wurden dann von einigen unserer besonders hitzefesten ehemaligen Kriegsdorfern genutzt, um die Häuser der Eltern oder Großeltern zu suchen. In sehr vielen Fällen konnten aber nur mehr die Plätze gefunden werden, wo einmal die Häuser gestanden hatten.
Dann versammelten wir uns wieder am Festgelände, weil dort von mehreren Tanzgruppen aus der näheren und weiteren Umgebung echte volkstümliche Tänze aufgeführt wurden. Ich war echt begeistert, einerseits von der sehr hochwertigen Qualität der Aufführungen, andererseits von der Begeisterung, mit der getanzt wurde und drittens, dass von den jüngsten, etwa 7 Jahren, bis ins höhere Alter alle Altersgruppen vertreten waren. Ich bin sicher, einige der Gruppen könnten auch in den „großen“ Häuser im Westen Begeisterung ernten.

Vierter Tag, Montag, 04. August 2014 – der Markttag:

Meine Erwartungshaltung war eher mäßig – was kann das schon sein, der Hadader Markttag? Und ich war schon bei der Anfahrt erstaunt, weil die abgestellten Autos (und Pferdefuhrwerke und Kleinlastwägen) die Straße(n) bis zum „Oberen Platz“ beim Gemeinderathaus alles zugeparkt hatten. Und der Marktplatz war einerseits mit den „Standln“ völlig ausgefüllt und am Restplatz südlich und südwestlich war den vielen Pferden, Kühen, Schweine und sonstigem „Viehzeug“ vorbehalten. Es herrschte ein Drängen und Schieben und eine positive Stimmung bei der Schaustellern und Besuchern. Und das Angebot war vielseitig und umfangreich. Natürlich gab es viel „Tand“ und, wie wir in Österreich sagen, „Klumpert“, aber und vor allem alles, was im Haushalt benötigt wird. Und auch der Viehmarkt mit den vielen Angeboten an Pferd, Rind, Schweine und so weiter war riesig und imposant.
Von einer leicht pessimistischen Haltung der Besucher, wie sie in Hadad noch vor einigen Jahren zu beobachten war, keine Spur, es herrschte eine fröhliche und positive Stimmung vor, dass es eine Freude war.
Zu Mittag gab es wieder ein von der Gemeinde Hadad vorbereitete gemeinsame Essen im Kultursaal des Schlosses Wesselenyi, bei der auch Vertreter umliegender Gemeinden teilnahmen. Wie berichtet wurde, war das ein Arbeitskreis zur gemeinsamen Planung anstehender Themen und ich fragte mich, ob das vor vier/fünf Jahren schon möglich gewesen war.
Nachmittags konnten wir nochmals die Straßen des Ortes begehen, um noch das eine oder andere Haus zu suchen (und meist nicht zu finden). So suchte mit mir Michael Sinn sein Elternhaus und jenes seiner Großeltern und war mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden.
Nachmittags waren wir in der Pension Panorama im Cehu Silvaniei und ließen ein richtiges Gewitter mit Regen und Hagel über uns ergehen, ehe wir uns langsam mit dem Packen unserer Koffer beschäftigten.
Zum Abendessen gab es dann einen Wildschweinbraten mit Bratkartoffel und Salat, also auch vom Feinsten.

Am fünften Tag, Dienstag, 05. August 2014,

fuhren wir dann wieder heim, wobei es keine wie immer gearteten Probleme gab. Jeder im Bus hängte mehr oder weniger intensiv seinen Gedanken über das Erlebte in den letzten Tagen nach und war beschäftigt, diese Erlebnisse zu verarbeiten.
Und alle Teilnehmer waren der Meinung, dass es eben besondere Tage waren, mit vielen positiven Erlebnissen, manche Enttäuschung über den Zustand der „deutschen Siedlung Kriegsdorf“ und die verfallenen und oft nicht mehr vorhandenen Häuser, aber erfreut über den Zustand des deutschen Friedhofes, auch über die „neue“ Kirche, obwohl dort wieder, jetzt noch dünne, Risse im Mauerwerk zu sehen sind.

Was sonst noch zu sagen wäre:

Was mir insbesondere aufgefallen ist, ist der beginnende Optimismus, den ich bei den Bewohnern Hadads, bzw. bei den Besuchern, zu spüren war (ich hoffe nicht, dass ich mir das nur eingebildet habe).
Dazu ein Detail: Beim letzten Essen im Kultursaal des Schlossen Wesselenyi waren auch eine Delegation älterer Männer und Frauen dabei und ich habe erfahren, dass das Entsandte umliegender Gemeinden und Körperschaften waren, die in Hadad über Einladung des Bgm. darüber beraten hatten, ein gemeinsames Vorhaben zu planen und zur Durchführung zu bringen. Wann hat es in Rumänien Ähnliches auf freiwilliger Basis gegeben?
Weiters ist mir das Fehlen der vielen verwilderten und verlausten Hunde in Hadad aufgefallen, die mir noch vor wenigen Jahren sehr negativ aufgefallen sind. Und ich habe den Bgm. gefragt, ob die Gemeinde für ein Entfernen gesorgt hat und er hat es bejaht. Man mag nun dazu stehen, wie auch immer, ich habe es als ein gutes Zeichen empfunden!

Erich Hotz sen. (Takacs)

Traun-Oedt, im August 2014

 

Grußwort des HOG - Vorsitzenden Georg Erdei


Liebe Hadader, liebe Gäste, lieber Herr Bürgermeister,

im Namen der Kriegsdorfer Heimatortsgemeinschaft darf ich Ihnen die besten Grüße überbringen. Gleichzeitig möchte ich mich bei Herrn Bürgermeister Balogh für die Einladung zu den diesjährigen Feierlichkeiten, anlässlich der „Hadader Tage“, herzlich bedanken.

Es sind nun bald 25 Jahre seit der letzten Auswanderungswelle der Deutschen 1990 aus Hadad vergangen. In dieser Zeit hat sich vieles in unserem Heimatdorf verändert und ich denke, sie stimmen mir zu, wenn ich behaupte, dass die Auswanderung der Deutschen aus Hadad in der Gemeinde eine Lücke hinterlassen hat, die sich so schnell nicht wieder schließen lässt. 
Das Schicksal der deutschen Gemeinschaft hat sich aber nicht erst nach dem Ende des Kommunistischen Regimes abgezeichnet. Der Zweite Weltkrieg hat das Ende der deutschen Siedlung in Kriegsdorf eingeleitet. Bevor ich aber auf die Konsequenzen hinweise, die dieser schreckliche Krieg auf die Deutschen dieser Ortschaft gehabt hat, möchte ich an unsere ehemaligen jüdischen Nachbarn erinnern, die diesen Krieg nicht überlebt haben. Sie hatten keine Chance zur Flucht. Sie wurden nach Simleu gebracht, wo sie zusammen mit anderen 8500 Seelen unter freiem Himmel tagelang ausharren mussten, bevor man sie nach Ausschwitz brachte. Was mit ihnen dort passierte, ist uns allen bekannt.

70 Jahre sind seit damals vergangen und in ein paar Wochen werden es ebenfalls 70 Jahre sein, seit sich die Zukunft der Hadader Einwohner für immer verändern sollte. Im Oktober 1944 sind über 60 Deutsche Familien aus Hadad in Richtung Österreich und Deutschland aufgebrochen. Nur einzelne Familien sollten Hadad wiedersehen. Die meisten von ihnen blieben für immer der alten Heimat fern. Die arbeitsfähigen Deutschen aus Hadad, die sich nicht zur Flucht entscheiden konnten, wurden dann Anfang Januar 1945 nach Russland verschleppt. Ich möchte hier auch an die ungarischen und deutschen Soldaten aus Hadad erinnern, die diesen sinnlosen Krieg mit ihrem Leben bezahlt haben.

Was hat dieser Krieg unserer Gemeinde gebracht? Nur Leid und nochmals Leid.
Es war nichts mehr wie früher. Die Kommunisten, gesteuert von den russischen Stalinisten, hatten das Land in den Ruin getrieben und der eiserne Vorhang hat das Land abgeriegelt. Die Menschen wurden zu Marionetten degradiert. Menschenverachtende Maßnahmen sollten aus ihnen getreue Staatsdiener machen. Über 50 Jahre sollte dieses Martyrium andauern.
Es darf niemanden verwundern, dass nach dem Sturz des Ceausescu Regimes, jeder der flüchten konnte, geflüchtet ist. So hat auch 1990 die Massenauswanderung der meisten Deutschen aus Kriegsdorf eingesetzt. Die 50-jährige kommunistische Unterdrückung hat ihnen jede Hoffnung auf eine Zukunft in Hadad geraubt. Die Entscheidung das Dorf zu verlassen ist besonders der älteren Generation schwer gefallen. Es stimmt was unser Freund Kaszta Istvan, der Verfasser des Buches „Hadad a Hadad utjan“ geschrieben hat. So manch einer hat oft vom Hagyod, Bagjosch oder Lantosch geträumt, aber viele von ihnen sind zwischenzeitlich verstorben. Die Zahl jener, die diesen Traum weiter träumen, wird immer weniger. Die meisten haben sich in der neuen Heimat integriert, ohne dass sie ihre alte Heimat vergessen haben.
So gesehen, kommen wir immer gerne nach Hause. Und welcher Anlass könnte schöner sein, als die „Hadader Tage“, an denen das ganze Dorf in feierlicher Stimmung ist.

Ich möchte mich nochmals für die Einladung bedanken und lade Euch alle zu unserem Hadader-Kriegsdorfer Treffen in Rastatt ein, das dieses Jahr am 04. Oktober stattfindet.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 17. September 2014 um 07:39 Uhr
 
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